Über
greetingsi post great stuff
life
(Quelle: suprachelv, via griptapesduell)
# Oktober 23, 2012 / 8:25pm // 1924 Anmerkungen
(Quelle: symooh, via jasselection)
# September 12, 2012 / 10:47am // 151385 Anmerkungen
(via crookedindifference)
# Januar 31, 2012 / 12:32am // 253 Anmerkungen
Apfelsee - das ist da, wo der Bücherwurm wohnt, glaub ich. In einer kleinen Hütte, die von weitem aussieht wie ein Fliegenpilz. Der langsame Igel und der übermotivierte Grashüpfer sind seine Nachbarn. Im Sommer sitzen sie zusammen am Apfelseeufer, der Igel steckt sein Schnäuzchen ins Wasser und schreckt sofort zurück um sich zu schütteln. Ein paar Minuten später versucht er es noch mal. Würde man ihn nur kurz beobachten, müsste man den Eindruck bekommen, er mag kein Wasser. Aber ich hab mir das Spiel eine Weile angeschaut und weiß, dass der Igel den Sommer gerade für diese Momente liebt. Menschen kommen auch an den See, sie fahren manchmal mit roten oder grünen Booten drüber, die meisten plantschen aber nur am Ufer unter den Bäumen, kleine Menschen mit Schwimmflügeln, grosse Menschen mit Schwimmringen, die sind festgewachsen. Wenn der Bücherwurm morgens seine müden Äuglein aus dem Fliegenpilz streckt, kann er oft alte Menschen beobachten, meist männlich und ohne Rudel, die einen sportlichen Sprung ins nachtkalte Wasser tun und unter lautem Schnauben bis zur Mitte des Sees schwimmen, ein bisschen ruhiger zurück kommen und sich dann hastig abtrocknen, die Kleider überstreifen und verschwinden, als ob nichts gewesen wäre. Sie haben Gummihaare, ganz kurze, die nicht richtig nass werden. So, wie die Enten, denen der Apfelsee gehört. Nur, dass die Enten Federn haben. Manchmal werden sie von den Frühbadern geweckt, schnattern aber nur schwach, um ihren Kopf sofort wieder in die Federn zu stecken und noch ein bisschen zu dösen. Vermutlich sind Enten sehr geduldig, denkt der Bücherwurm. Sie regen sich nicht wirklich auf und teilen auch den See gern mit anderen. Zum Frühstück buddelt sich der Wurm dann unter seinem Häuschen ins Freie, das reicht meist. Später wird er irgendwo einen Apfel finden, da gräbt er dann je nach Appetit einen graden Weg durch oder auch mal ein richtiges Labyrinth. Manchmal muss er lachen, weil er den Ausgang nicht mehr findet vor lauter Wegen. Dann isst er so lange weiter, bis er wieder draussen ist. Amüsiert und pappsatt lässt er sich dann ins Gras plumpsen. Er wohnt gern am Apfelsee. Ich weiß das, weil ich gehört hab, wie er mit dem Grashüpfer drüber redet, wie gut es ihnen doch geht. Der Grashüpfer war übrigens auch seiner Meinung und beide haben zufrieden geseufzt.
# Januar 27, 2011 / 12:00pm // 4 Anmerkungen



