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Jesus Camp
a film by Heidi Ewing and Rachel Grady
80 minutes, English
Der Dokumentarfilm “Jesus Camp” führt in ein evangelikales Sommerlager für Kinder im Grundschulalter. Die beiden Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleiten die Pastorin Becky Fischer, Leiterin einer Pfingstkirche. Diese vor rund hundert Jahren in den USA entstandene konservative Abzweigung der evangelischen Kirche rückt die Bibel ins Zentrum des spirituellen wie des politischen Lebens und deutet dadurch moralische Werte um oder leugnet wissenschaftliche Erkenntnisse.
Rund hundert Kinder nehmen an dem am Ufer eines Sees in North Dakota gelegenen Sommerlager “Kids on Fire” (dt. etwa: “Entflammte Kinder”) teil. Jeden Tag bearbeitet Becky Fischer, eine Art Walküre mit obskurantistischem Glauben, ihre Schützlinge mit Slogans. Sie bringt den Kindern bei, wie Erwachsene zu predigen und leitet sie dazu an, sich “abzureagieren”, indem sie mit dem Hammer Kaffeetassen zerschmettern, die “das Böse” symbolisieren. Dann müssen Becky Fischers kleine Soldaten der “Army of God” in Tarnkleidung exerzieren oder die Hand eines lebensgroßen George-Bush-Abbilds küssen. Dem Ritual der Pfingstkirchen entsprechend, steigern sie sich beim Beten in Trance, brechen in Tränen aus, werfen sich auf die Knie oder winden sich am Boden. In religiöser Extase sprechen sie “in Zungen”.
Becky Fischer und Konsorten indoktrinieren die Kinder zu radikalen Christen. Der Film zeigt, dass die Evangelikaner als Familien und Wähler starken Einfluss auf das kulturelle und politische Leben Amerikas ausüben. Sie ebnen nicht nur den Weg für die von ihnen erwartete Rückkehr Jesu, sondern bereiten sich und ihre Kinder aktiv darauf vor, “Amerika wieder für Christus zurückzuerobern”.
# Oktober 14, 2011 / 12:53am // 29 Anmerkungen
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von diana2345d als Favorit markiert
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von kerlinquallb als Favorit markiert
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von kunstaffee gepostet
